Die Augen geradeaus – Social Military?

Die Augen geradeaus...

Die Augen geradeaus...

Immer mehr Unternehmen und Institutionen entdecken Facebook für sich. Doch eignen sich soziale Netzwerke auch für das Militär? Die L. A. Times empfiehlt den Social Media Guide der U.S. Navy – für Wahlkämpfer.

Zwar ist es nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, ob es sich tatsächlich um offizielle Präsenzen oder eher um inoffizielle Fanzines oder Veteranen-Projekte handelt, doch zunehmend entdeckt auch das Militär soziale Netzwerke für sich: so sind unter anderem die U.S. Navy, die U.S. Army oder auch die britische Armee offiziell auf Facebook, Twitter oder YouTube (bzw. „Bluetube“) vertreten – und werden 100.000-fach gemocht.

Auch die deutsche Bundeswehr betreibt einen YouTube Kanal, ist bei flickr und twittert. Eine offizielle Facebook-Präsenz oder weitere Social Media-Auftritte sind nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums jedoch vorerst nicht geplant.

Vor allem für Berufsarmeen bieten die sozialen Netzwerke zunächst einmal ein neues Instrument für die Rekrutierung. In aufwändig produzierten Videos betreiben unter anderem U.S. Navy oder Marines auf Facebook & Co. Werbung für den eigenen Nachwuchs. Oftmals ist bereits an der darunter liegenden Top Level Domain (etwa .com statt .mil) erkennbar, dass es sich um den professionellen Recruitment-Arm der Streitmacht handelt.

If the Air Force does not tell its own story, someone else will.

Doch auch außerhalb der Nachwuchsgewinnung nutzen die Streitkräfte Social Networks zur Kommunikation nach innen und außen – und neuerdings sogar zur Kommunikation in Krisensituationen, wie beispielsweise bei der Überschwemmung der Navy Base in Millington im Mai 2010.

Vor allem in den USA haben nicht nur die Stäbe und Ministerien das Web 2.0 für die Kommunikation entdeckt, sondern sie ermutigen auch ihre Soldaten, es ihnen nachzutun. Nachdem anfänglich noch versucht wurde, ein generelles Verbot durchzusetzen, hat das US-Militär über die letzten Monate die offiziellen Internetzugänge für die Nutzung von sozialen Medien freigegeben. Gleichzeitig erstellt das US-Verteidigungsministerium heute Richtlinien und Handreichungen für ihre Soldaten, um einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu ermöglichen.

„Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind, aber wir arbeiten daran“, heißt es dazu in dem Handbuch „Social Media and the Air Force“, dem ersten Handbuch dieser Art, das die US-Luftwaffe 2009 veröffentlicht hat.

Die deutsche Bundeswehr rät ihren Soldaten derzeit hingegen noch davon ab, Social Media aus dem dienstlichen Umfeld heraus zu nutzen, da Einzelpersonen komplexe Zusammenhänge meist nur unvollständig wiedergeben könnten und Soldaten zudem zur Verschwiegenheit verpflichtet seien, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber infsocblog.org.

We know it’s not perfect, but we’re working on it.

Loose Tweets Sink Fleets (by Brian Moore)

Loose Tweets Sink Fleets (by Brian Moore)

Auch die US-Luftwaffe ist sich bewusst, dass soziale Netzwerke und die Sicherheit von militärischen Operationen (OPSEC) an den entgegengesetzten Enden des Kommunikations-Spektrums stehen: Während bei der OPSEC der Schutz von Informationen gewährleistet werden soll, steht in sozialen Netzwerken das Teilen von Informationen im Vordergrund.

Die Konsequenz, die die U.S. Air Force hieraus zieht, ist jedoch nicht, den Umgang mit sozialen Netzwerken einzuschränken, sondern den Soldaten einen verantwortungsvollen Umgang mit allen technischen Plattformen zu vermitteln – egal ob in einem Telefongespräch mit ihren Eltern, einem Online-Chat, einem Brief oder einer E-Mail, in einem sozialen Netzwerk oder im persönlichen Gespräch.

Auf knapp 30 Seiten werden verschiedene Web 2.0-Anwendungen vorgestellt und Soldaten ausdrücklich ermutigt, diese auch zu nutzen. Es werden Best Practices geschildert, dem Leser hilfreiche Bookmarks an die Hand gegeben und insgesamt der Umgang mit einer veränderten Medienlandschaft behandelt.

In dem Katalog der „Top 10 Tips for New Media“ steht zwar auch die Sicherheit wieder an erster Stelle, daneben werden aber auch erstaunlich praktische Hinweise gegeben: Man solle stets transparent kommunizieren und sich als Mitglied der U.S. Armee zu erkennen geben, keine falschen Tatsachen vorspiegeln, sich auf sein Fachgebiet beschränken – und insgesamt einfach mal den gesunden Menschenverstand einschalten.

Erstaunlich mag angesichts des Urhebers dieses Handbuches auch die Aufforderung sein, man solle keine Angst haben, auch mal ein kalkuliertes Risiko einzugehen („Don’t be afraid to take calculated risks“). Diese Aufforderung spiegelt wahrscheinlich am besten die offenkundige Philosophie der US-Armee wider, die die Verantwortung eher beim Einzelnen sieht und das Risiko, nicht im Web 2.0 aktiv zu sein, höher einschätzt als die Gefahr, dabei vielleicht einmal einen Fehler zu machen.

Loose Tweets Sink Fleets

Auch andere Teilstreitkräfte folgten dem Beispiel der Air Force. In ihrem Politik-Blog Top of the Ticket nahm sich die L.A. Times kürzlich dem im Herbst 2010 erschienenen Social Media Guide für Offiziere der U.S. Navy aus einem ganz anderen Grund an: Sie empfahl ihn zur Lektüre für Wahlkämpfer.

Auch dieses Handbuch, das vom Emerging Media Integration Team der U.S. Navy zusammengestellt wurde und sich eher an leitende Offiziere denn an Mannschaftsdienstgrade wendet, gibt eine Einführung in die Welt der neuen Medien und liefert praktische Tipps, wie man diese sicher nutzen kann.

Und auch die Navy ermutigt ihre Offiziere, soziale Netzwerke zu nutzen und gibt wiederum erfrischend pragmatische Hinweise zum Umgang mit Copyrights oder zur Teilnahme an Diskussionsforen als Marine-Angehöriger. Auch Hilfestellungen, wie die Familien der Soldaten geschützt werden können, fehlen nicht, genauso wenig wie Empfehlungen für den Umgang mit Freundschaftsanfragen von Untergebenen in sozialen Netzwerken. (Letzteres ist sicherlich ein Kapitel, das auch für viele Universitäts-Dozenten oder Lehrende von Interesse sein kann.)

Use Common Sense

Bemerkenswert ist jedoch auch, das OPSEC und Kommunikation hier eben nicht mehr als Gegensatz dargestellt werden, sondern als die beiden Seiten derselben Medaille: „Communicate OPSEC measures…“ steht als goldene Regel allem voran.

Die zugrunde liegende Philosophie aller jüngeren Veröffentlichungen des amerikanischen Department of Defense ist, dass man es sich nicht leisten könne, Social Media nicht zu nutzen. „The enemy is engaged“, heißt es sehr militärisch, meint jedoch einfach, dass eine Kommunikation auf Facebook und Co. in jedem Fall stattfindet – die Frage ist nur, ob man sich daran beteiligt oder außen vor bleibt.

Ob nun für Offiziere oder Wahlkämpfer: Beide Handbücher sind empfehlenswert vor allem für große Institutionen, die ein berechtigtes Sicherheitsinteresse wahren müssen – neben dem Militär etwa auch diplomatische Einrichtungen, Behörden oder auch größere Unternehmen – jedoch trotzdem nicht auf die Teilnahme an neuen Kommunikationsformen verzichten möchten.

Aber auch für alle anderen Institutionen liefern die Handbücher einen hervorragenden Anlass, einmal die eigene Philosophie sozialen Netzwerken gegenüber zu überdenken. Eine Anregung, die man vielleicht nicht unbedingt vom US-Militär erwartet hätte.

Dieser Artikel ist zuerst auf facebookmarketing.de veröffentlicht worden.

Die Augen geradeaus...

Die Augen geradeaus...

Immer mehr Unternehmen und Institutionen entdecken Facebook für sich. Doch eignen sich soziale Netzwerke auch für das Militär? Die L. A. Times empfiehlt den Social Media Guide der U.S. Navy – für Wahlkämpfer.

Zwar ist es nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, ob es sich tatsächlich um offizielle Präsenzen oder eher um inoffizielle Fanzines oder Veteranen-Projekte handelt, doch zunehmend entdeckt auch das Militär soziale Netzwerke für sich: so sind unter anderem die U.S. Navy, die U.S. Army oder auch die britische Armee offiziell auf Facebook, Twitter oder YouTube (bzw. „Bluetube“) vertreten – und werden 100.000-fach gemocht.

Auch die deutsche Bundeswehr betreibt einen YouTube Kanal, ist bei flickr und twittert. Eine offizielle Facebook-Präsenz oder weitere Social Media-Auftritte sind nach Angaben eines Sprechers des Verteidigungsministeriums jedoch vorerst nicht geplant.

Vor allem für Berufsarmeen bieten die sozialen Netzwerke zunächst einmal ein neues Instrument für die Rekrutierung. In aufwändig produzierten Videos betreiben unter anderem U.S. Navy oder Marines auf Facebook & Co. Werbung für den eigenen Nachwuchs. Oftmals ist bereits an der darunter liegenden Top Level Domain (etwa .com statt .mil) erkennbar, dass es sich um den professionellen Recruitment-Arm der Streitmacht handelt.

If the Air Force does not tell its own story, someone else will.

Doch auch außerhalb der Nachwuchsgewinnung nutzen die Streitkräfte Social Networks zur Kommunikation nach innen und außen – und neuerdings sogar zur Kommunikation in Krisensituationen, wie beispielsweise bei der Überschwemmung der Navy Base in Millington im Mai 2010.

Vor allem in den USA haben nicht nur die Stäbe und Ministerien das Web 2.0 für die Kommunikation entdeckt, sondern sie ermutigen auch ihre Soldaten, es ihnen nachzutun. Nachdem anfänglich noch versucht wurde, ein generelles Verbot durchzusetzen, hat das US-Militär über die letzten Monate die offiziellen Internetzugänge für die Nutzung von sozialen Medien freigegeben. Gleichzeitig erstellt das US-Verteidigungsministerium heute Richtlinien und Handreichungen für ihre Soldaten, um einen verantwortungsbewussten Umgang damit zu ermöglichen.

„Wir wissen, dass wir nicht perfekt sind, aber wir arbeiten daran“, heißt es dazu in dem Handbuch „Social Media and the Air Force“, dem ersten Handbuch dieser Art, das die US-Luftwaffe 2009 veröffentlicht hat.

Die deutsche Bundeswehr rät ihren Soldaten derzeit hingegen noch davon ab, Social Media aus dem dienstlichen Umfeld heraus zu nutzen, da Einzelpersonen komplexe Zusammenhänge meist nur unvollständig wiedergeben könnten und Soldaten zudem zur Verschwiegenheit verpflichtet seien, so ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gegenüber infsocblog.org.

We know it’s not perfect, but we’re working on it.

Loose Tweets Sink Fleets (by Brian Moore)

Loose Tweets Sink Fleets (by Brian Moore)

Auch die US-Luftwaffe ist sich bewusst, dass soziale Netzwerke und die Sicherheit von militärischen Operationen (OPSEC) an den entgegengesetzten Enden des Kommunikations-Spektrums stehen: Während bei der OPSEC der Schutz von Informationen gewährleistet werden soll, steht in sozialen Netzwerken das Teilen von Informationen im Vordergrund.

Die Konsequenz, die die U.S. Air Force hieraus zieht, ist jedoch nicht, den Umgang mit sozialen Netzwerken einzuschränken, sondern den Soldaten einen verantwortungsvollen Umgang mit allen technischen Plattformen zu vermitteln – egal ob in einem Telefongespräch mit ihren Eltern, einem Online-Chat, einem Brief oder einer E-Mail, in einem sozialen Netzwerk oder im persönlichen Gespräch.

Auf knapp 30 Seiten werden verschiedene Web 2.0-Anwendungen vorgestellt und Soldaten ausdrücklich ermutigt, diese auch zu nutzen. Es werden Best Practices geschildert, dem Leser hilfreiche Bookmarks an die Hand gegeben und insgesamt der Umgang mit einer veränderten Medienlandschaft behandelt.

In dem Katalog der „Top 10 Tips for New Media“ steht zwar auch die Sicherheit wieder an erster Stelle, daneben werden aber auch erstaunlich praktische Hinweise gegeben: Man solle stets transparent kommunizieren und sich als Mitglied der U.S. Armee zu erkennen geben, keine falschen Tatsachen vorspiegeln, sich auf sein Fachgebiet beschränken – und insgesamt einfach mal den gesunden Menschenverstand einschalten.

Erstaunlich mag angesichts des Urhebers dieses Handbuches auch die Aufforderung sein, man solle keine Angst haben, auch mal ein kalkuliertes Risiko einzugehen („Don’t be afraid to take calculated risks“). Diese Aufforderung spiegelt wahrscheinlich am besten die offenkundige Philosophie der US-Armee wider, die die Verantwortung eher beim Einzelnen sieht und das Risiko, nicht im Web 2.0 aktiv zu sein, höher einschätzt als die Gefahr, dabei vielleicht einmal einen Fehler zu machen.

Loose Tweets Sink Fleets

Auch andere Teilstreitkräfte folgten dem Beispiel der Air Force. In ihrem Politik-Blog Top of the Ticket nahm sich die L.A. Times kürzlich dem im Herbst 2010 erschienenen Social Media Guide für Offiziere der U.S. Navy aus einem ganz anderen Grund an: Sie empfahl ihn zur Lektüre für Wahlkämpfer.

Auch dieses Handbuch, das vom Emerging Media Integration Team der U.S. Navy zusammengestellt wurde und sich eher an leitende Offiziere denn an Mannschaftsdienstgrade wendet, gibt eine Einführung in die Welt der neuen Medien und liefert praktische Tipps, wie man diese sicher nutzen kann.

Und auch die Navy ermutigt ihre Offiziere, soziale Netzwerke zu nutzen und gibt wiederum erfrischend pragmatische Hinweise zum Umgang mit Copyrights oder zur Teilnahme an Diskussionsforen als Marine-Angehöriger. Auch Hilfestellungen, wie die Familien der Soldaten geschützt werden können, fehlen nicht, genauso wenig wie Empfehlungen für den Umgang mit Freundschaftsanfragen von Untergebenen in sozialen Netzwerken. (Letzteres ist sicherlich ein Kapitel, das auch für viele Universitäts-Dozenten oder Lehrende von Interesse sein kann.)

Use Common Sense

Bemerkenswert ist jedoch auch, das OPSEC und Kommunikation hier eben nicht mehr als Gegensatz dargestellt werden, sondern als die beiden Seiten derselben Medaille: „Communicate OPSEC measures…“ steht als goldene Regel allem voran.

Die zugrunde liegende Philosophie aller jüngeren Veröffentlichungen des amerikanischen Department of Defense ist, dass man es sich nicht leisten könne, Social Media nicht zu nutzen. „The enemy is engaged“, heißt es sehr militärisch, meint jedoch einfach, dass eine Kommunikation auf Facebook und Co. in jedem Fall stattfindet – die Frage ist nur, ob man sich daran beteiligt oder außen vor bleibt.

Ob nun für Offiziere oder Wahlkämpfer: Beide Handbücher sind empfehlenswert vor allem für große Institutionen, die ein berechtigtes Sicherheitsinteresse wahren müssen – neben dem Militär etwa auch diplomatische Einrichtungen, Behörden oder auch größere Unternehmen – jedoch trotzdem nicht auf die Teilnahme an neuen Kommunikationsformen verzichten möchten.

Aber auch für alle anderen Institutionen liefern die Handbücher einen hervorragenden Anlass, einmal die eigene Philosophie sozialen Netzwerken gegenüber zu überdenken. Eine Anregung, die man vielleicht nicht unbedingt vom US-Militär erwartet hätte.

Dieser Artikel ist zuerst auf facebookmarketing.de veröffentlicht worden.

Türkei hebt Youtube-Sperre auf – vorerst

Ein Gericht in Ankara hat vergangene Woche die Sperrung des Video-Portales YouTube in der Türkei, die bereits 2007 verfügt wurde, wieder aufgehoben. Der BBC sagte Transportminister Binali Yildirim, in dessen Ressort das Internet fällt, dass es keinen Grund mehr gäbe, den Zugang zu YouTube zu blockieren, da die anstößigen Videos entfernt worden seien. Die Videos hätten Mustafa Kemal Atatürk und das „Türkischtum“ beleidigt – beides ist in der Türkei illegal.

Die OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, Dunja Mijatovic, begrüßte die Aufhebung der Sperrung: „Ich bin erfreut zu hören, dass nach drei Jahren die Menschen in der Türkei YouTube wieder uneingeschränkt nutzen können. Die Sperrung hinderte Internet-Nutzer in der Türkei daran, ein Teil der globalen Informationsgesellschaft zu sein“, sagte Mijatovic am Montag in Wien.

 

Dr. Yaman Akdeniz

Dr. Yaman Akdeniz

Türkische Medienexperten fürchten jedoch, dass die Aufhebung der Sperrung nur von kurzer Dauer sein könnte, da bei YouTube die vier strittigen Videos wieder eingestellt worden seien, die als Grund für die Sperrung gelten. Andere Videos, die einen Politiker in verfänglichen Situationen zeigen sollen, seien allerdings von YouTube selbst entfernt worden sodass ein dementsprechender Antrag auf Sperrung vergangene Woche nicht durchgesetzt worden sei.

Grundlage der Sperrung ist ein türkisches Internet-Gesetz von 2007, das sogenannte Law No. 5651, das die Sperrung von Webseiten im Land ermöglicht. Die OSZE (PDF) und andere Institutionen wie die türkische Medien NGO cyber-rights.org.tr äußerten sich in der Vergangenheit bereits wiederholt kritisch gegenüber Law No. 5651 und fordern eine Reform der Internet-Gesetzgebung in der Türkei.

“Das Gesetz No. 5651 wurde nicht geändert und die Sperrung wurde nur widerrufen, da die verleumderischen Videos von Atatürk von den YouTube-Servern entfernt wurden. Annähernd 8000 Webseiten sind zurzeit in der Türkei blockiert und einige von ihnen sind politisch motivierte Sperrungen“, so Dr. Yaman Akdeniz, Associate Professor am Center for Human Rights Law Research an der Bilgi University in Istanbul und Gründer von cyber-rights.org gegenüber insocblog.org.

Mehr Hintergrundinformationen:

Yaman Akdeniz (Istanbul Bilgi University): Report of the OSCE Representative on Freedom of the Media on Turkey and Internet Censorship (PDF) 

Allon Bar (Columbia University): Turkey Explores the Internet, Along with Restrictions 

Ein Gericht in Ankara hat vergangene Woche die Sperrung des Video-Portales YouTube in der Türkei, die bereits 2007 verfügt wurde, wieder aufgehoben. Der BBC sagte Transportminister Binali Yildirim, in dessen Ressort das Internet fällt, dass es keinen Grund mehr gäbe, den Zugang zu YouTube zu blockieren, da die anstößigen Videos entfernt worden seien. Die Videos hätten Mustafa Kemal Atatürk und das „Türkischtum“ beleidigt – beides ist in der Türkei illegal.

Die OSZE-Beauftragte für die Freiheit der Medien, Dunja Mijatovic, begrüßte die Aufhebung der Sperrung: „Ich bin erfreut zu hören, dass nach drei Jahren die Menschen in der Türkei YouTube wieder uneingeschränkt nutzen können. Die Sperrung hinderte Internet-Nutzer in der Türkei daran, ein Teil der globalen Informationsgesellschaft zu sein“, sagte Mijatovic am Montag in Wien.

Dr. Yaman Akdeniz

Dr. Yaman Akdeniz

Türkische Medienexperten fürchten jedoch, dass die Aufhebung der Sperrung nur von kurzer Dauer sein könnte, da bei YouTube die vier strittigen Videos wieder eingestellt worden seien, die als Grund für die Sperrung gelten. Andere Videos, die einen Politiker in verfänglichen Situationen zeigen sollen, seien allerdings von YouTube selbst entfernt worden sodass ein dementsprechender Antrag auf Sperrung vergangene Woche nicht durchgesetzt worden sei.

Grundlage der Sperrung ist ein türkisches Internet-Gesetz von 2007, das sogenannte Law No. 5651, das die Sperrung von Webseiten im Land ermöglicht. Die OSZE (PDF) und andere Institutionen wie die türkische Medien NGO cyber-rights.org.tr äußerten sich in der Vergangenheit bereits wiederholt kritisch gegenüber Law No. 5651 und fordern eine Reform der Internet-Gesetzgebung in der Türkei.

“Das Gesetz No. 5651 wurde nicht geändert und die Sperrung wurde nur widerrufen, da die verleumderischen Videos von Atatürk von den YouTube-Servern entfernt wurden. Annähernd 8000 Webseiten sind zurzeit in der Türkei blockiert und einige von ihnen sind politisch motivierte Sperrungen“, so Dr. Yaman Akdeniz, Associate Professor am Center for Human Rights Law Research an der Bilgi University in Istanbul und Gründer von cyber-rights.org gegenüber insocblog.org.

Mehr Hintergrundinformationen:

Yaman Akdeniz (Istanbul Bilgi University): Report of the OSCE Representative on Freedom of the Media on Turkey and Internet Censorship (PDF) 

Allon Bar (Columbia University): Turkey Explores the Internet, Along with Restrictions 

Wüstenei der ungelesenen Updates

Map of Online Communities 2010 (by xckd)

xkcd – Physiker, Comiczeichner und ehemaliger NASA-Wissenschaftler – hat ein Update seiner Landkarte der Online Communities veröffentlicht. Die Karte bietet eine Übersicht der Nutzung sozialer Netzwerke im Frühjahr und Sommer 2010.

Laut Randall Munroe, dem Kopf hinter xkcd, beruht die Karte auf zahlreichen Statistiken, Recherchen und Erhebungen sowie „dem Lesen von Teeblättern, Ziegenopfern und Bauchgefühl“ und zeigt den Ausschnitt der Welt der gesprochenen Sprache zwischen E-Mail und SMS.

Die Größe der Landflächen entspricht dabei der tatsächlichen täglichen Aktivität in den verschiedenen Netzwerken – kein Wunder also, dass Facebook den größten Teil der abgebildeten Landmasse einnimmt (und dabei ein wenig an die UdSSR auf einem Globus aus den 1980ern erinnert).

Fast ein eigener Kontinent ist so entstanden nördlich von Twitter und Youtube, mit den autonomen Gebieten Farmville und Happy Farm. Nördlich davon erstreckt sich die „Wüstenei der ungelesenen Updates“, im Süden grenzt es an einen Ozean mit den Inselwelten der Photoblogs oder World of Warcraft. Auch StudiVZ und Xing fehlen nicht, allerdings etwas abseits gelegen zwischen dem Euro Gulf und Lamebook Bay.

Separate Kartenausschnitte stellen zudem die Blogosphere (rund um die Bay of Flame) und die Inselgruppe der Foren dar.

Die Karte ist ein Update einer Darstellung aus dem Jahr 2007. Seitdem haben sich allerdings massive tektonische Veränderungen ergeben haben: Die IRC Inseln scheinen zusammen mit dem Usenet vom steigenden Wasserspiegel bedroht und auch Myspace hatte offenbar massive Landverluste im Grenzstreit mit Facebook zu verzeichnen.

Auch wenn die tatsächliche statistische Aussagekraft eine Menge Bauchgefühl beinhaltet, eignet sich das Werk ausgezeichnet für eine Reise mit dem Finger auf der Landkarte durch die Welt der sozialen Netzwerke wie sie heute bekannt ist.

xkcd ist ein „Webcomic über Liebe, Sarkasmus, Mathematik und Sprache“ – und gleichermaßen intelligent wie komisch: http://xckd.com.Map of Online Communities 2010 (by xckd)

xkcd – Physiker, Comiczeichner und ehemaliger NASA-Wissenschaftler – hat ein Update seiner Landkarte der Online Communities veröffentlicht. Die Karte bietet eine Übersicht der Nutzung sozialer Netzwerke im Frühjahr und Sommer 2010.

Laut Randall Munroe, dem Kopf hinter xkcd, beruht die Karte auf zahlreichen Statistiken, Recherchen und Erhebungen sowie „dem Lesen von Teeblättern, Ziegenopfern und Bauchgefühl“ und zeigt den Ausschnitt der Welt der gesprochenen Sprache zwischen E-Mail und SMS.

Die Größe der Landflächen entspricht dabei der tatsächlichen täglichen Aktivität in den verschiedenen Netzwerken – kein Wunder also, dass Facebook den größten Teil der abgebildeten Landmasse einnimmt (und dabei ein wenig an die UdSSR auf einem Globus aus den 1980ern erinnert).

Fast ein eigener Kontinent ist so entstanden nördlich von Twitter und Youtube, mit den autonomen Gebieten Farmville und Happy Farm. Nördlich davon erstreckt sich die „Wüstenei der ungelesenen Updates“, im Süden grenzt es an einen Ozean mit den Inselwelten der Photoblogs oder World of Warcraft. Auch StudiVZ und Xing fehlen nicht, allerdings etwas abseits gelegen zwischen dem Euro Gulf und Lamebook Bay.

Separate Kartenausschnitte stellen zudem die Blogosphere (rund um die Bay of Flame) und die Inselgruppe der Foren dar.

Die Karte ist ein Update einer Darstellung aus dem Jahr 2007. Seitdem haben sich allerdings massive tektonische Veränderungen ergeben haben: Die IRC Inseln scheinen zusammen mit dem Usenet vom steigenden Wasserspiegel bedroht und auch Myspace hatte offenbar massive Landverluste im Grenzstreit mit Facebook zu verzeichnen.

Auch wenn die tatsächliche statistische Aussagekraft eine Menge Bauchgefühl beinhaltet, eignet sich das Werk ausgezeichnet für eine Reise mit dem Finger auf der Landkarte durch die Welt der sozialen Netzwerke wie sie heute bekannt ist.

xkcd ist ein „Webcomic über Liebe, Sarkasmus, Mathematik und Sprache“ – und gleichermaßen intelligent wie komisch: http://xckd.com.

“Wir nennen es Blase”: Sebastian Ingenhoff beerdigt die digitale Bohème

Manch einer mag noch nicht einmal gemerkt haben, dass es sie überhaupt gibt, da veröffentlicht die taz bereits einen „Abgesang auf das Gerede von der ‚digitalen Bohème“.

Die Zahl der Content-Schaffenden sei zwar gestiegen, die Möglichkeiten das Schaffen von Content zu monetarisieren jedoch nicht. Und so käme es, dass viele Angehörige der „sogenannten Kreativwirtschaft“ am Rande der Selbstausbeutung arbeiteten. Eine Lohnuntergrenze für die Content-Bauern der digitalen Welt gäbe es schon lange nicht mehr, so Autor Ingenhoff.

Allein, wer begüterte Eltern habe oder in einem „entfremdeten“ Nebenjob das nötige Geld für den Lebensunterhalt verdiene, könne es sich leisten, in der restlichen Zeit sich seiner eigentlichen Bestimmung – der wahren Kunst – zu widmen. Subversive Ideen blieben freilich auf der Strecke.

In einem verbitterten Rundumschlag schafft es Ingenhoff dann irgendwie, in den restlichen Zeilen Jaron Lanier, die Punkbewegung, Marktradikale, ein Lied von Tocotronic, das unter anderem von Selbstbefriedigung handelt, und Pop-Art unterzubringen.

Und das macht Sinn? Zumindest lässt es viele Fragen offen. Ingenhoff beklagt – und zurecht – das Problem der Finanzierung von Kunst. Allein, dies ist kein Problem des Internetzeitalters und eine Lösung für den freischaffenden Künstler ist eben ein Brotjob – auch soweit hat der Abgesang Recht. Aber ein Bürgerrecht auf ein Leben zwischen Laptop und Latte Macchiato gibt es eben auch in Berlin Mitte – zumindest heute – noch nicht.

Konsequenzen daraus oder Vorschläge für die kreative Nutzung der digitalen Netze bleibt der Abgesang jedoch schuldig. Ein wenig mehr Kreativität wäre hier wünschenswert gewesen.

Was bleibt, ist vielleicht die Erkenntnis, dass auch online eine brotlose Kunst bleibt, was bereits offline eine war. Die digitale Bohème ist tot – lang lebe die Bohème.

Oder um ebenfalls mit Tocotronic zu sprechen: „Ihr redet nur von den Projekten und von eurem neuen Stück, manchmal frag‘ ich mich, bin ich oder ihr verrückt?“

Manch einer mag noch nicht einmal gemerkt haben, dass es sie überhaupt gibt, da veröffentlicht die taz bereits einen „Abgesang auf das Gerede von der ‚digitalen Bohème“.

Die Zahl der Content-Schaffenden sei zwar gestiegen, die Möglichkeiten das Schaffen von Content zu monetarisieren jedoch nicht. Und so käme es, dass viele Angehörige der „sogenannten Kreativwirtschaft“ am Rande der Selbstausbeutung arbeiteten. Eine Lohnuntergrenze für die Content-Bauern der digitalen Welt gäbe es schon lange nicht mehr, so Autor Ingenhoff.

Allein, wer begüterte Eltern habe oder in einem „entfremdeten“ Nebenjob das nötige Geld für den Lebensunterhalt verdiene, könne es sich leisten, in der restlichen Zeit sich seiner eigentlichen Bestimmung – der wahren Kunst – zu widmen. Subversive Ideen blieben freilich auf der Strecke.

In einem verbitterten Rundumschlag schafft es Ingenhoff dann irgendwie, in den restlichen Zeilen Jaron Lanier, die Punkbewegung, Marktradikale, ein Lied von Tocotronic, das unter anderem von Selbstbefriedigung handelt, und Pop-Art unterzubringen.

Und das macht Sinn? Zumindest lässt es viele Fragen offen. Ingenhoff beklagt – und zurecht – das Problem der Finanzierung von Kunst. Allein, dies ist kein Problem des Internetzeitalters und eine Lösung für den freischaffenden Künstler ist eben ein Brotjob – auch soweit hat der Abgesang Recht. Aber ein Bürgerrecht auf ein Leben zwischen Laptop und Latte Macchiato gibt es eben auch in Berlin Mitte – zumindest heute – noch nicht.

Konsequenzen daraus oder Vorschläge für die kreative Nutzung der digitalen Netze bleibt der Abgesang jedoch schuldig. Ein wenig mehr Kreativität wäre hier wünschenswert gewesen.

Was bleibt, ist vielleicht die Erkenntnis, dass auch online eine brotlose Kunst bleibt, was bereits offline eine war. Die digitale Bohème ist tot – lang lebe die Bohème.

Oder um ebenfalls mit Tocotronic zu sprechen: „Ihr redet nur von den Projekten und von eurem neuen Stück, manchmal frag‘ ich mich, bin ich oder ihr verrückt?“

Journalistin veröffentlicht Bild mit Stripperin – und fliegt raus bei Facebook

This is news? Oh dear…“ – lautet einer der Kommentare zu einem Artikel, der heute in der englischen Times Online erschien. Zu Recht?

„Help! I’ve been booted off Facebook“, beschwert sich Redakteurin Wendy Ide, nachdem Facebook ihren Account gesperrt hatte. Und schlimmer: Bei Facebook habe niemand auf ihre Beschwerden reagiert.

Was ist passiert? Nach einer längeren Rechtfertigung, in der Ide sich als die Unschuld in Person beschreibt, beichtet sie schließlich nach und nach die Gründe für die Schließung ihres Accounts: Offenbar hat sie ein Bild veröffentlicht, auf dem sie mit einer Stripperin zu sehen ist, die „Nipple Tassels“ trägt (wie dies sinngemäß zu übersetzen ist, sei dahingestellt).

Das Bild zeige sie auf der Premiere des Films Shortbus zusammen mit der ehemaligen Stripperin des Jahres namens Chiqui Love. Und darüber hinaus lediglich „eine Andeutung von Schamhaar“. (Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Dame auch noch Ohrringe, Strümpfe und eine Art Halsband trägt, aber das soll nicht der Punkt sein.)

This is news? Ja, ist es. Allerdings nicht in der Form, in der es hier dargestellt wird. Dass ein Plattformbetreiber Accounts löscht, die gegen die Nutzerregeln verstoßen, passiert allenthalben. Auch dass der Verstoß bereits seit drei Jahren besteht, ist unerheblich. und dass manch eine Internet-Firma im Bereich Erreichbarkeit und Kundenservice noch nachbessern kann, wird ebenfalls häufig berichtet.

Die Frage, die sich allerdings stellt, ist die, wer die Deutungshoheit über Inhalte erhält. Gerade in Bereichen, die nicht eindeutig eine Grenze überschreiten. Was ist eigentlich anstößig? Oder anders: Wer hat die Entscheidungsgewalt darüber, wie wenig „Nipple Tassle“ und wie viel Schamhaar sein darf?

Kulturelle Unterschiede sind dabei das Eine – der Pub-Besuch des Einen mag da schon der Exhibitionismus der Anderen sein. Und was passiert, wenn Anbieter und Nutzer dabei unterschiedlicher Meinung sind?

Das Ganze hat jedoch auch einen ernsthafteren Hintergrund, wenn es um gewichtigeres als um Geschmacksurteile über Nacktheit geht, beispielsweise bei politischen Meinungsäußerungen. Wer darf entscheiden, was aus dem Iran getwittert, in China gegoogelt oder in deutschen Neonazi-Kreisen für Youtube gefilmt wird?

Haben Internet-Unternehmen wie zum Beispiel soziale Netzwerke eine Mitverantwortung für die Inhalte? Oder für den Schutz der Nutzer vor illegalen Inhalten? Oder für den Schutz der Autoren von umstrittenen Meinungsäußerungen?

Wie entwickelt sich die Corporate Social Responsibility einer Medienunternehumg im digitalen Zeitalter? Hierüber ist die Diskussion sicherlich noch lange nicht erschöpfend geführt worden. Über Nipple Tassle aber offenbar auch nicht.

P.S. Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen.

This is news? Oh dear…“ – lautet einer der Kommentare zu einem Artikel, der heute in der englischen Times Online erschien. Zu Recht?

„Help! I’ve been booted off Facebook“, beschwert sich Redakteurin Wendy Ide, nachdem Facebook ihren Account gesperrt hatte. Und schlimmer: Bei Facebook habe niemand auf ihre Beschwerden reagiert.

Was ist passiert? Nach einer längeren Rechtfertigung, in der Ide sich als die Unschuld in Person beschreibt, beichtet sie schließlich nach und nach die Gründe für die Schließung ihres Accounts: Offenbar hat sie ein Bild veröffentlicht, auf dem sie mit einer Stripperin zu sehen ist, die „Nipple Tassels“ trägt (wie dies sinngemäß zu übersetzen ist, sei dahingestellt).

Das Bild zeige sie auf der Premiere des Films Shortbus zusammen mit der ehemaligen Stripperin des Jahres namens Chiqui Love. Und darüber hinaus lediglich „eine Andeutung von Schamhaar“. (Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die Dame auch noch Ohrringe, Strümpfe und eine Art Halsband trägt, aber das soll nicht der Punkt sein.)

This is news? Ja, ist es. Allerdings nicht in der Form, in der es hier dargestellt wird. Dass ein Plattformbetreiber Accounts löscht, die gegen die Nutzerregeln verstoßen, passiert allenthalben. Auch dass der Verstoß bereits seit drei Jahren besteht, ist unerheblich. und dass manch eine Internet-Firma im Bereich Erreichbarkeit und Kundenservice noch nachbessern kann, wird ebenfalls häufig berichtet.

Die Frage, die sich allerdings stellt, ist die, wer die Deutungshoheit über Inhalte erhält. Gerade in Bereichen, die nicht eindeutig eine Grenze überschreiten. Was ist eigentlich anstößig? Oder anders: Wer hat die Entscheidungsgewalt darüber, wie wenig „Nipple Tassle“ und wie viel Schamhaar sein darf?

Kulturelle Unterschiede sind dabei das Eine – der Pub-Besuch des Einen mag da schon der Exhibitionismus der Anderen sein. Und was passiert, wenn Anbieter und Nutzer dabei unterschiedlicher Meinung sind?

Das Ganze hat jedoch auch einen ernsthafteren Hintergrund, wenn es um gewichtigeres als um Geschmacksurteile über Nacktheit geht, beispielsweise bei politischen Meinungsäußerungen. Wer darf entscheiden, was aus dem Iran getwittert, in China gegoogelt oder in deutschen Neonazi-Kreisen für Youtube gefilmt wird?

Haben Internet-Unternehmen wie zum Beispiel soziale Netzwerke eine Mitverantwortung für die Inhalte? Oder für den Schutz der Nutzer vor illegalen Inhalten? Oder für den Schutz der Autoren von umstrittenen Meinungsäußerungen?

Wie entwickelt sich die Corporate Social Responsibility einer Medienunternehumg im digitalen Zeitalter? Hierüber ist die Diskussion sicherlich noch lange nicht erschöpfend geführt worden. Über Nipple Tassle aber offenbar auch nicht.

P.S. Für alle, die sich selbst ein Bild machen wollen.